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Es handelt sich dabei um ein umgewandeltes Sedimentgestein (feinstkörniger Tonschlamm) aus annähernd parallel angeordneten dünnen Schichten, welche sich unter dem Auflagerungsdruck in Tonstein verfestigten. Durch seitlichen Druck bei der späteren Gebirgsbildung wurde dem ursprünglichen Tongestein die neue Struktur der Schieferung aufgeprägt. Durch diesen Vorgang ist die gute Spaltbarkeit des Schiefers bedingt. Vom Mittelalter bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden aus Tonschiefer Schiefertafeln und Griffel als Schreibutensilien hergestellt. Bis zur Einführung großindustrieller Verfahren zur Papierherstellung und dem damit einhergehenden Preisverfall des Schreibpapiers waren Schiefertafeln und Griffel ein weitverbreitetes Schreibmaterial für den alltäglichen Gebrauch, das im Gewerbe, in privaten Haushalten, insbesondere aber in dem seit dem 17. Jahrhundert zunehmenden elementaren Schulbildungsbereich unverzichtbar war. Vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Einstellung der industriellen Griffelschieferproduktion in den 1960er Jahren hatte die thüringische Stadt Steinach das Weltmonopol. Der heutige Abbau wird bestimmt durch den Einsatz moderner Geräte und Maschinen. Die vollmechanisierte sägende Gewinnung erleichtert nicht nur die Arbeit der Bergleute, sondern trägt auch zu einem sorgsamen Umgang mit dem wertvollen Gestein bei. |